Der Verein besteht derzeit aus 120 aktiven bzw. 60 passiven Mitgliedern, und ca. 60 Kindern. Auch eine Hexenmusik wurde gegründet die mit knapp 50 Musikern den Verein begleiten. Ein „Hexenwagen“ sowie die markante „Hexenleiter“ sind die wichtigsten Utensilien auf den umliegenden Umzügen. Wichtige Veranstaltungen der Schönauer Hexen sind der Dämmersprung in Oberreitnau der alle zwei Jahre stattfindet, sowie der Hexenball.

Viele Legenden und Sagen erzählen über Hexen.

Eine nur davon erzählt von den „Hexensteinen“ vor Lindau, wonach eine Hexe auf der Flucht vor betenden Gläubigen in ihrer Bedrängnis in drei großen Sätzen über den See gesprungen und weitergeflogen sein soll. Bei Niedrigwasser sieht man noch heute in der Nähe der Lindauer Insel die „Hexensteine“, auf denen früher einmal menschliche Fußabdrücke zu erkennen waren.
Aus diesen Mythen, Legenden und Sagen heraus entstand, auch in Lindau, der Kinderwunsch einiger Fünft- bis Achtklässler , in die Rolle der gefürchteten „Fasnetshexe“ zu schlüpfen. Mutters‘ Küchenschürzen, alte Röcke, ausrangierte karierte Hemden sowie der heimische Besen wurden zum „Häs“ umfunktioniert. Die ersten Masken waren Plastikmasken aus dem Laden. Mit dem Auftritt beim Lindauer Narrensprung 1983 wurde der Grundstein zum Verein gelegt. 1985 schnitzte Frau Mathilde Willhalm die ersten Holzmasken. Weitere kamen von Herrn Rolf Büchele bzw. wurden in Oberammergau und dann im Bregenzer Wald hergestellt. Auch das Häs veränderte sich im Laufe der Zeit. Das Hemd war ursprünglich rot-weiß kariert; unter dem bunten Rock wurde eine weiße Rüschenunterhose getragen und die Stulpen waren damals noch bunt geringelt. Erst 1992 wurde der Narrenverein Schönauer Hexen e.V. gegründet. Das nun einheitliche Häs besteht aus weißer Rüschenunterhose, blau-weiß geringelten Stulpen, Strohschuhen (bzw. schwarzen Schuhen), blauem Rock, Schwarzem Oberteil, Halstuch, Kopftuch und Schürze rot mit weißen Tupfen sowie schwarzen Handschuhen. Die Farbe Rot hatte bei Hexen ebenso einen historischen Hintergrund wie der dazugehörige Hexenbesen. Die Masken werden nun in Schoppernau, im Bregenzer Wald, von Herrn Wolfgang Graf geschnitzt.